Das abschließende ICE Robotics Bootcamp in Wien
Das abschließende ICE Robotics Bootcamp in Wien vereint Lernen, Technologie und internationale Freundschaft
Originaltext verfasst von Peter Wachter aus CVTI SR (https://www.cvtisr.sk/) veröffentlicht bei Interreg Slovakia – Austria (Blog Archive – icerobotics.online)
Vom 1. bis 3. Juni 2026 trafen sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der Deutschen Schule Bratislava (DSB) in Wien zum finalen Bootcamp des ICE-Robotics-Projekts. Was als Bildungsreise begann, entwickelte sich schnell zu einem unvergesslichen Erlebnis, das Technologie, Kreativität, wissenschaftliche Entdeckungen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit miteinander verband.
An drei intensiven Tagen erkundeten 13 Schülerinnen und Schüler sowie 2 Lehrkräfte die drei Säulen des ICE-Robotics-Projekts: 3D-Druck, Bildungsrobotik und Künstliche Intelligenz.
Tag 1: Vom digitalen Design in die Straßen Wiens
Das Bootcamp begann mit einer praxisnahen Einführung in 3D-Modellierung und 3D-Druck. Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie aus digitalen Ideen physische Objekte entstehen, und entdeckten die Grundlagen der additiven Fertigung. Mit professioneller Software und Ausrüstung verwandelten sie eigene Konzepte in druckbare Designs und erhielten gleichzeitig Einblicke, wie Ingenieurinnen, Ingenieure sowie Designerinnen und Designer diese Technologien in der Praxis nutzen.
Nach dem Workshop hatte die Gruppe die Gelegenheit, Wien aus einer anderen Perspektive zu erleben – bei einem Besuch im berühmten Wiener Prater. Das informelle Umfeld ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern, sich besser kennenzulernen und den Teamgeist zu stärken, der für die folgenden Aktivitäten entscheidend war.
Tag 2: MINT-Bildung in der Praxis und tanzende Roboter
Der zweite Tag begann mit einem Besuch am Beruflichen Gymnasium BGRG + WMS Simonsgasse (https://simonsgasse.at/), einer der österreichischen Partnerschulen des Projekts. Die Schülerinnen und Schüler wurden von der Schulleitung empfangen und in das lokale schulische Umfeld eingeführt.
Ein Highlight des Besuchs waren die MINT-Aktivitäten und Experimente im Chemielabor sowie in den Outdoor-Lernbereichen der Schule. Die Schülerinnen und Schüler beobachteten, wie forschendes Lernen und praktisches Experimentieren in den Unterricht integriert werden, was sowohl für Lernende als auch für Lehrkräfte eine wertvolle Inspiration darstellte.
Am Nachmittag stand die Bildungsrobotik im Mittelpunkt. Mit mBot2-Robotern arbeiteten die Teilnehmenden in drei internationalen Teams und erhielten die Aufgabe, eine koordinierte Tanzperformance zu entwickeln.
Die Aufgabe erforderte weit mehr als reines Programmieren. Die Schülerinnen und Schüler mussten zusammenarbeiten, kommunizieren, Ideen testen, unerwartete Probleme lösen und die Bewegungen von fünf Robotern zu einer gemeinsamen Choreografie synchronisieren. Der Raum füllte sich schnell mit Begeisterung, während die Teams ihre Programme verfeinerten und ihre Roboter zunehmend komplexe Abläufe ausführten.
Am Ende der Einheit hatten alle Teams erfolgreich Code in eine kreative Roboterperformance verwandelt und gezeigt, wie Technologie zu einem Medium für Teamarbeit und künstlerischen Ausdruck werden kann.
Tag 3: Ein Blick in die Zukunft mit Künstlicher Intelligenz
Der letzte Tag widmete sich einer der sich am schnellsten entwickelnden Technologien unserer Zeit: der Künstlichen Intelligenz.
Das KI-Modul wurde von Patrick Tham vom DaVinci Lab geleitet, der den Schülerinnen und Schülern praktische Anwendungen von generativer KI und Machine Learning näherbrachte. In interaktiven Aktivitäten und Diskussionen untersuchten die Teilnehmenden, wie KI-Tools Kreativität, Bildung und Problemlösungen im Alltag unterstützen können, und beschäftigten sich zugleich mit der Bedeutung von kritischem Denken und einem verantwortungsvollen Umgang mit Technologie.
Für viele Schülerinnen und Schüler war dies die erste Gelegenheit, in einem strukturierten Bildungssetting direkt mit fortgeschrittenen KI-Tools zu arbeiten. Der Workshop ermutigte sie nicht nur zur Nutzung von Technologie, sondern auch dazu, sie zu hinterfragen, zu bewerten und zu verstehen.
Erfolge feiern und in die Zukunft blicken
Im Anschluss an den KI-Workshop endete das Bootcamp mit einer Abschlusszeremonie und der Übergabe der Zertifikate. Die Schülerinnen und Schüler reflektierten über ihre Lernerfahrungen, teilten Eindrücke und feierten drei Tage intensiver Zusammenarbeit. Zudem wurden die Teilnehmenden in RoCoCo (Robotic Correspondence Competition) eingeführt, welches die Möglichkeit bietet, die im Bootcamp erworbenen Robotik-Kompetenzen weiterzuentwickeln und mit der wachsenden ICE-Robotics-Community verbunden zu bleiben.
Als letztes Bootcamp des Projekts stellte die Veranstaltung weit mehr als den Abschluss eines Programms dar. Sie zeigte, wie grenzüberschreitende Zusammenarbeit junge Menschen dazu inspirieren kann, sich mit Technologie auseinanderzusetzen, internationale Freundschaften zu knüpfen und Zukunftskompetenzen zu entwickeln.
Im Verlauf des ICE-Robotics-Projekts haben Dutzende Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aus der Slowakei und Österreich erkannt, dass Robotik, Künstliche Intelligenz und digitale Fertigung nicht nur technische Disziplinen sind, sondern auch leistungsstarke Werkzeuge für Kreativität, Zusammenarbeit und Innovation.
Das Bootcamp in Wien war ein würdiger Abschluss dieser Reise.
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